Die ehrliche Antwort vorweg
Nicht jedes Unternehmen braucht eine individuell entwickelte Website. Manchmal reicht ein Baukasten. Manchmal nicht. Entscheidend ist, was die Website leisten muss.
Hier ein Vergleich — so ehrlich wie möglich.
Baukasten: Wix, Squarespace, Jimdo
Baukastensysteme haben in den letzten Jahren viel aufgeholt. Sie sind einfacher geworden, die Templates sehen besser aus, und man kann ohne Programmierkenntnisse loslegen.
Was dafür spricht:
- Günstig im Einstieg — oft unter 20 Euro im Monat
- Schnell aufgesetzt — an einem Wochenende steht die Seite
- Keine Vorkenntnisse nötig — Drag & Drop reicht
- Hosting und Technik sind inklusive
- Updates und Sicherheit übernimmt der Anbieter
Was dagegen spricht:
- Begrenzte Gestaltungsfreiheit — irgendwann stößt man an die Grenzen des Templates
- Ladezeiten oft langsam — Baukästen laden viel Code, den man nicht braucht
- SEO-Schwächen — grundlegende Optimierung ist möglich, aber die Kontrolle fehlt
- Abhängigkeit vom Anbieter — die Plattform bestimmt die Regeln
- Wiedererkennungswert fehlt — viele Seiten sehen ähnlich aus
- Export schwierig — wenn Sie wechseln wollen, starten Sie oft bei Null
Freelancer oder Agentur
Eine individuell entwickelte Website ist ein anderes Produkt. Sie wird für Ihr Unternehmen gebaut, nicht aus einem Katalog zusammengestellt.
Was dafür spricht:
- Individuelles Design — Ihre Marke, nicht ein Template
- Bessere Performance — schnellere Ladezeiten, bessere Google-Ergebnisse
- Volle Kontrolle über Technik und Inhalte
- Professionelle Beratung — jemand denkt mit
- Skalierbar — die Seite wächst mit Ihrem Unternehmen
- Eigentum — die Website gehört Ihnen, nicht einer Plattform
Was dagegen spricht:
- Höhere Kosten — eine Investition, kein Taschengeld
- Braucht Zeit — gute Arbeit geht nicht über Nacht
- Sie brauchen einen verlässlichen Partner — nicht jeder liefert ab
Wann ein Baukasten reicht
Ein Baukasten ist eine gute Wahl, wenn Sie:
- Einen persönlichen Blog starten
- Eine Idee testen wollen, bevor Sie investieren
- Ein Nebenprojekt haben, das kein Geld verdienen muss
- Schnell eine einfache Präsenz brauchen und keine hohen Ansprüche haben
- Ein begrenztes Budget haben und mit den Einschränkungen leben können
Wann Sie einen Profi brauchen
Eine professionelle Website lohnt sich, wenn:
- Ihr Geschäft davon abhängt, online gefunden zu werden
- Sie sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen müssen
- Sie lokal in Google und Google Maps sichtbar sein wollen
- Ihre aktuelle Website Kunden eher abschreckt als anzieht
- Sie langfristig denken und nicht alle zwei Jahre von vorn anfangen wollen
- Sie Funktionen brauchen, die ein Baukasten nicht bietet
Die dritte Option: WordPress
WordPress ist ein Sonderfall. Es ist kostenlos, extrem flexibel und betreibt fast die Hälfte aller Websites weltweit. Aber es hat Nachteile, die oft unterschätzt werden:
- Wartungsaufwand. Plugins, Themes und WordPress selbst brauchen regelmäßige Updates. Ohne Pflege entstehen Sicherheitslücken.
- Plugin-Abhängigkeit. Viele WordPress-Seiten bestehen aus 20 Plugins. Wenn eines davon nicht mehr aktualisiert wird, wird es zum Risiko.
- Performance. WordPress kann schnell sein — aber nur, wenn es richtig konfiguriert ist. Die meisten WordPress-Seiten sind es nicht.
WordPress kann die richtige Wahl sein, wenn Sie jemanden haben, der sich dauerhaft darum kümmert. Für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung wird es schnell zur Last.
Unser Fazit
Für manche Unternehmen reicht ein Baukasten. Für andere nicht. Es gibt kein Richtig oder Falsch — nur passend oder unpassend.
Wenn Sie unsicher sind, reden wir gern darüber. Auch wenn am Ende rauskommt, dass ein Baukasten für Sie reicht. Ehrliche Beratung ist uns wichtiger als ein Auftrag.