Viele Websites verschenken Potenzial
Die meisten Unternehmens-Websites haben dasselbe Problem: Sie existieren, aber sie arbeiten nicht. Sie stehen im Netz, sehen halbwegs okay aus — und bringen trotzdem keine Anfragen.
Oft liegt es an ein paar vermeidbaren Fehlern. Hier sind die fünf häufigsten.
1. Keine klare Handlungsaufforderung
Ein Besucher kommt auf Ihre Seite. Er liest ein bisschen. Und dann? Nichts. Kein Button, der auffällt. Kein klarer nächster Schritt. Keine Aufforderung, Kontakt aufzunehmen.
Wenn Besucher nicht wissen, was sie tun sollen, tun sie gar nichts. Sie klicken weg.
Besser: Jede Seite braucht ein Ziel. Was soll der Besucher tun? Anrufen? Ein Formular ausfüllen? Einen Termin buchen? Machen Sie es offensichtlich. Ein klarer Button am richtigen Ort wirkt mehr als drei Absätze Text.
2. Veraltetes Design
Eine Website, die aussieht wie 2016, sendet eine klare Botschaft: „Wir haben aufgehört, uns zu bemühen."
Das mag unfair sein. Vielleicht läuft das Geschäft gut. Vielleicht hat die Website damals viel gekostet. Aber Kunden urteilen in Sekunden. Ein veraltetes Design wirkt unprofessionell — egal, wie gut Ihre Arbeit tatsächlich ist.
Besser: Eine Website muss nicht jedes Jahr neu gemacht werden. Aber alle drei bis fünf Jahre sollte man prüfen, ob das Design noch zeitgemäß ist. Schriften, Farben, Bildsprache — manchmal reicht schon ein Refresh.
3. Keine mobile Optimierung
Mehr als 60 Prozent der Besucher kommen über das Handy. Trotzdem gibt es noch Unternehmens-Websites, die auf dem Smartphone kaum bedienbar sind. Zu kleine Schrift, Buttons, die man nicht trifft, Bilder, die über den Rand ragen.
Google bewertet Websites inzwischen primär nach der mobilen Version. Wer mobil schlecht abschneidet, rutscht in den Suchergebnissen ab.
Besser: Testen Sie Ihre Website auf dem Handy. Nicht kurz draufschauen — wirklich durchklicken. Jede Seite, jedes Formular, jede Funktion. Was auf dem Handy nicht funktioniert, funktioniert nicht.
4. Zu viel Text, zu wenig Struktur
Niemand liest Textwüsten im Internet. Lange Absätze ohne Zwischenüberschriften, ohne Aufzählungen, ohne visuelle Pausen — das schreckt ab.
Besucher scannen Websites. Sie überfliegen Überschriften, lesen Fettgedrucktes, bleiben bei kurzen Absätzen hängen. Wenn Ihr Text das nicht unterstützt, wird er ignoriert.
Besser: Kurze Absätze. Klare Überschriften. Aufzählungen statt Fließtext. Wichtiges fett markieren. Bilder und Weißraum einsetzen. Weniger Text, der dafür gelesen wird, bringt mehr als viel Text, den niemand anschaut.
5. Kein lokales SEO
Sie sind Handwerker, Steuerberater oder Zahnarzt in Franken — aber wenn jemand „Zahnarzt Nürnberg" googelt, tauchen Sie nicht auf? Dann existieren Sie für diese Person nicht.
Lokales SEO bedeutet: Google weiß, wo Sie sind, was Sie anbieten und dass echte Kunden zufrieden mit Ihnen sind. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, lokale Keywords auf der Website und echte Bewertungen machen den Unterschied.
Besser: Richten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil ein und halten Sie es aktuell. Nennen Sie Ihren Standort auf der Website. Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Google-Bewertung. Das kostet nichts und bringt viel.
Fazit
Keiner dieser Fehler ist schwer zu beheben. Aber jeder einzelne kostet Sie Kunden — jeden Tag, an dem Ihre Website so bleibt, wie sie ist.
Schauen Sie sich Ihre Seite mit ehrlichem Blick an. Oder lassen Sie jemand anderen draufschauen, der kein Blatt vor den Mund nimmt.